Wieder Mäusebussard getötet. BirdLife Österreich hofft auf weitere Rückmeldungen aus der Bevölkerung

Der tote Mäusebussard lag etwas abseits der Straße in der Gemeinde Ottenthal im Bezirk
Mistelbach (NÖ). Matthias Schmidt, Greifvogelexperte von BirdLife Österreich, war nach
Eingang der Meldung vor Ort und kontrollierte den Kadaver. „Das Metallsuchgerät zur ersten
Abklärung der Todesursache hat sofort angeschlagen. Damit lag ein Abschuss als
Todesursache auf der Hand!“, berichtet Schmidt. Gewissheit brachte die
Röntgenuntersuchung und der pathologische Befund. Schmidt brachte Anzeige bei der
örtlichen Polizei ein. Der Täter ist unbekannt. „Die Häufung vergifteter oder erschossener
Greifvögel in den vergangenen Wochen zeigt, dass es sich in Niederösterreich um ein
großräumiges Problem handelt“, so der Experte. „Die aktuelle Berichterstattung zeigt aber
insofern erste Erfolge, weil couragierter Spaziergänger immer häufiger tote und verletzte
Tiere melden, wodurch es uns möglich ist, das volle Ausmaß illegaler Tötungen von
Greifvögeln besser einschätzen zu können.“
Hinweise bitte melden
BirdLife Österreich ist dabei auf die Meldungen aufmerksamer Jäger und Spaziergänger
angewiesen. Denn die meisten Funde vergifteter oder erschossener Tiere würden zufällig
passieren, so Matthias Schmidt. „Helfen Sie uns bei der Aufklärung illegaler
Greifvogelverfolgung und melden Sie uns bitte tote oder verletzte Tiere telefonisch unter
0660/869 23 27 sowie unter der Meldeplattform www.kaiseradler.at und die APP
birdcrime. Nur mit Ihrer Mithilfe können wir den Tätern auf die Spur kommen!“